Il Piccolo Principe
Der kleine Prinz hat für mich Legendenstatus. Es gehört zu den schönsten Büchern, die ich kenne. Das erste Mal ist mir der kleine Prinz in den USA begegnet, als mir Alison das Buch geliehen hat. Es hat mir damals die Augen geöffnet. Es fiel mir nicht immer leicht, in den Vereinigten Staaten zurechtzukommen, vor allem nicht im fremden Iowa. Doch der kleine Prinz offenbarte mir, die schönen Seiten des Lebens zu sehen: mich am Himmel und an der Sonne zu erfreuen, in der scheinbar unendlichen Wüste die Hoffnung nicht zu verlieren, mit dem Herzen zu sehen statt mit den Augen. Die vielen Bilder in diesem kleinen Buch sind unfassbar mächtig. Auch die Zeichnungen gefallen mir außerordentlich. Vor allem die Abstraktion des Planeten Erde durch die Kinderaugen des kleinen Prinzen ist ganz wunderbar. Seine Reisebekanntschaften vermitteln ein solch klares Bild der Welt:
- König
- Eitler
- Alkoholiker
- Geschäftsmann
- Laternenanzünder
- Geograf
All diesen Typen Mensch mit ihren Problemen begegnet er und stellt fest, dass er weitermuss. Schließlich schickt ihn der Geograf zur Erde, einem Planeten mit 111 Königen, 7.000 Geografen, 900.000 Geschäftsmännern, 7.500.000 Alkoholikern, 311.000.000 Eitlen und etwa 2.000.000.000 Erwachsenen. Und bevor es elektrisches Licht gab, brauchte es 462.511 Laternenanzünder.
Auf Italienisch hat mich das Buch erneut berührt, doch nicht in dem Ausmaß wie auf Englisch oder Deutsch. Es war schön, diese bekannte Geschichte zu lesen, doch für die Feinheiten der Sprache fehlten mir noch die Kenntnisse. Ich freue mich darauf, dieses Buch noch viele Male in diversen Sprachen zu lesen, denn eines steht fest: Mit jedem Lesen entdeckt man Neues im kleinen Prinzen, und es tut immer wieder gut, seine Worte zu hören.
Zitate
„Man kennt nur die Dinge, die man zähmt.“
„Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast.“
„Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“